Wenn das Kinderzimmer langweilig wird
Kinder und Jugendliche ändern bekanntlich ständig ihre Meinung und ihre Wünsche. Dennoch haben sie ihre eigenen anspruchsvollen Vorstellungen was Kleidung, Frisur und auch die Zimmergestaltung betrifft. Besonders die Pubertät gestaltet sich hier sehr oft als schwierig. Genau in dieser Zeit steht natürlich auch eine Veränderung des eigentlichen Kinderzimmers an. Welcher Teenager hat schon gerne eine Tapete in babyrosa oder mit Blümchen? Man will erwachsen sein und vor allem nicht von Freunden belächelt werden. Oftmals entsteht zwischen Freunden ein kleiner Machtkampf um das coolere Zimmer. Jeder will das schönste und beste Zimmer haben, in dem man gemütlich mit den Freunden chillen kann ohne auf Bienen, Blumen Elefanten oder ähnliches blicken zu müssen.
Folglich muss die „alte“ Tapete runter oder überstrichen werden. Doch bei der Auswahl der neuen Wandgestaltung gehen die Meinungen zwischen Eltern und Kind häufig auseinander.
Wollen Eltern doch den Geschmack ihres Sprösslings häufig beeinflussen oder in eine gewisse Bahn lenken. Kindern und Jugendlichen sollte aber auch hier der Freiraum gelassen werden, den sie brauchen. Sie sollen sich frei entfalten können, in ihrem Reich. Für die Teenager ist dies die optimale Gelegenheit sich räumlich von den Eltern abzugrenzen und ihren eigenen Stil zu zeigen. Daher sollten Eltern nicht erschrecken wenn die Auswahl der Tapete etwas knalliger und bunter ausfällt. Wichtig ist das sich das Kind in den eigenen Wänden wohl fühlt. Dies sollte auch stets respektiert werden, denn auch die Gestaltung des eigenen Zimmers gehört zur Persönlichkeitsbildung dazu und ist ein sehr wichtiger Schritt ins eigene Leben. Kinder werden immer mehr zu Individualisten und möchten dies auch ausleben.
Von Carmen Päßler
